Rolf Verleger duldet keine Gegenmeinung.

Zu einer der Merkwürdigkeiten der Menschen die auf dem antisemitischen Palästina Portal des Rentners Erhard Arendt schreiben gehört, dass sie dort auch ihre Post veröffentlichen.

Anders als der gewöhnliche Mensch, der Wert auf das Postgeheimnis legt, ist die Korrespondenz dieser Individuen wohl von so großer Bedeutung, dass sie weltweit abrufbar gemacht werden muss.

Ein aktuelles Schreiben stammt von Rolf Verleger, es ist adressiert an die taz Genossenschaft. Leider sieht sich dieser Mensch (dem erst von der Jüdischen Gemeinde Lübecks, dann von der Jüdische Gemeinschaft Schleswig-Holsteins das Vertrauen entzogen wurde)  genötigt, seine Mitgliedschaft in der  taz Genossenschaft zu kündigen.

Was war geschehen? Die taz berichtete 2006 wohlwollend über den Professor aus Lübeck, was er gut fand. Aber dann begann eine schreckliche Zeit für den Professor aus Lübeck – es gab nun auch kritische Artikel! (die bei der taz doch recht rar sind.) Die taz erdreistete sich tatsächlich dazu, andere Meinungen als die des geschassten Zentralrat-Mitglieds zu drucken. Nachdem die taz auch über antisemitische Umtriebe in Bremen berichtet hatte, war für den Lehrstuhlinhaber aus Lübeck das Maß voll.

Sowas geht natürlich gar nicht, schließlich kann „ journalistische Ausgewogenheit […] nicht heißen, dass man neben vernünftigen Artikeln ungehemmt Hetzartikel“ schreibt. Nun wird der Professor seine Genossenschaftsanteile zurückziehen, bietet sich aber als unabhängiger Berater an.

Die taz wird ihm keine Träne nachweinen, und das Angebot ignorieren.

Hier das ganze Schreiben, auf ewig konserviert für die Nachwelt:
rolfverleger

Neuer Dreck aus Dortmund [update]

Erhard Arendt, ein unbedeutender Kleinkünstler aus Dortmund, erlangte im Internet leider keine Aufmerksamkeit durch seine Kunst, sondern durch sein antisemitisch geprägtes Hass-Portal “Das Palästinaportal”.

Mit welchen Mitteln er arbeitet kann man sehr gut an folgenden Beispiel erkennen:

Auf der Startseite erschien folgendes Bild (17.10.2012):

Screenshot ‘Palästina Portal’

Das Bild wurde von Erhard Arendt bearbeitet und mit dem Text versehen. An keiner Stelle erwähnt er, woher das Bild stammt und was darauf tatsächlich abgebildet wird. Er überlässt dem Leser die Interpretation des Bildes und gibt die Richtung vor: IDF-Soldaten misshandeln und quälen Palästinenser wegen ihrer Herkunft, und erkennen nicht einmal, dass es sich um Kinder handelt.

Es wird ein Verhalten der israelischen Soldaten suggeriert, welches nicht den Tatsachen entspricht. Das Bild ist kein Schnappschuss eines Journalisten, wie man vielleicht vermuten könnte, es wurde bei einem Paliwood-Theaterspiel aufgenommen, und von Erhard Arendt bewusst so beschnitten und  bearbeitet, dass man den Zusammenhang nicht erkennen kann.
Hier ein weiteres Foto, auf dem der gesamte Kontext gezeigt wird:

Es ist kein Einzelfall, dass Erhard Arendt so arbeitet, seine ganze Seite ist eine Ansammlung von Halbwahrheiten und verdrehter Wirklichkeit. Er schürt bewusst den Hass auf Israel, er verleumdet Israel, Israelische Soldaten und die Juden. (Mehr über Arendt.)

UPDATE:

Und er macht es schon wieder: Heute, ebenfalls am 17.10., hat er ein neues Bild online gestellt, um die israelische Regierung zu verunglimpfen:

Screenshot ‘Palästina Portal’

Nun bringt er ein Bild afrikanischen Ursprungs mit einem (nicht belegten) Zitat der israel. Regierung in Zusammenhang.

(Der Ursprung des Bildes lässt sich nicht genau ermitteln, es wird aber sehr oft verwendet, im Zusammenhang mit Hunger in Afrika.)

Ich finde es perfide und ekelhaft, den Hunger und das Leid anderer auf diese Art zu instrumentalisieren und zu missbrauchen.